Private Ferienvermietung -spanisches Meldegesetz

 

Wer als Privatperson in Spanien ein Feriendomizil vermieten will, muss sich an diverse Gesetze halten.

 

Das Spanischen Meldegesetz gilt auch für private Ferien-Vermietung
Das Spanische Meldegesetz gilt auch für private Ferien-Vermietung

Lizenznummer

Jedes Feriendomizil, das für touristische Vermietung genutzt wird, muss eine Lizenznummer haben.

Ob man eine Lizenznummer (Registrierungsnummer) für die touristische Vermietung von Ferienwohnung oder Ferienhaus bekommen kann, hängt von vielen Faktoren ab, die von Provinz zu Provinz sehr unterschiedlich ausfallen können.

 

Am einfachsten ist es, eine Gestoría oder einen Anwalt mit dieser Aufgabe zu beauftragen, weil es viele Dekrete gibt, die sich oft und schnell ändern und eine Privatperson mitunter nicht auf dem neusten Stand ist.

 

Die Lizenznummer (Registrierungsnummer) muss außen am Ferienobjekt gut sichtbar angebracht sein.

Sie muss in allen Inseraten bei Ferienportalen angegeben werden sowie auf allen Webseiten im Internet und bei allen Annoncen in Printmedien wie Zeitungen oder Magazinen.

 

Die Ferienwohnung Valencia hat die Nummer: VT-39884-V

 

Finden Sie diese Lizenznummer bei einem Feriendomizil für touristische Vermietung nicht, wird es sich höchst wahrscheinlich um illegale Schwarz-Vermietung handeln.

 

Natürlich muss man die Einnahmen aus der Ferienvermietung in der Steuererklärung angeben. Da zur Kontrolle die Lizenznummern der Ferienobjekte alleine nicht ausreichend sind, gibt es zusätzlich die Meldepflicht für Touristen. Klingt logisch.

 

 

 

Meldepflicht

 

Für alle spanischen Provinzen - also für ganz Spanien - gilt das Spanische Meldegesetz.

Alle Gäste (Touristen) einer Ferienwohnung oder eines Ferienhauses müssen innerhalb von 24 Stunden nach Ankunft polizeilich gemeldet werden. Es drohen hohe Strafen bei Missachtung. Verantwortlich ist der Vermieter des Ferienobjektes.

 

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Gästeregister bei touristischer Vermietung

 

Die private Ferienvermietung hat stark zugenommen und jetzt möchte der spanische Staat Steuergelder sehen. Nur durch das Gesetz zur Meldepflicht lassen sich private Vermietungen mit Lizenznummern kontrollieren, indem die Touristen polizeilich gemeldet werden müssen. Gleichzeitig werden der Schwarzvermietung Steine in den Weg gelegt durch vermehrte Kontrollen vor Ort.

 

Abgesehen davon hilft das spanische Meldegesetz bei der Bekämpfung von Terrorismus - und das finde ich gut.

 

 

 

 

Welche Daten muss der Vermieter dem Amt übermitteln?

 

  • Nummer Identifikationsdokument
  • Typ des Dokuments
  • Ausstellungsdatum
  • Nachname
  • Vorname
  • Geschlecht
  • Geburtsdatum
  • Staatsangehörigkeit
  • Tag der Ankunft
  • Tag der Abreise
  • Unterschrift Mieter

 

 

 

 

Für die Ferienwohnung Valencia ist die Guardia Civil in Oliva als Meldestation zuständig.

Dort muss man das Formular:

"Alta/Modificacíon de Establecimientos de Hosteleria" ausfüllen.

Danach erhält man das Formular:

"Modelo de Comunicación de Datos"

mit Usario und Password. Hiermit kann man sich auf der Internetseite der Guardia Civil einloggen und die Gäste des Feriendomizils anmelden.

 

Man kann es auch einfacher handhaben, indem man eine App benutzt.

Die Ferienwohnung Valencia benutzt die App "Check-in Scan" von 

https://checkinscan.com

 

Auf der oben genannten Webseite erfahren Sie auch alles Wissenswerte über den Datenschutz.

 

Gratis arbeitet die App allerdings nicht:

Pro Person kostet die polizeiliche Anmeldung 0,50 EUR, aber das Programm erspart jede Menge Arbeit.

 

Jeder Feriengast bekommt die Kopie der polizeilichen Registrierung, die ich unmittelbar nach der Anmeldung des Gastes von der Guardia Civil per E-Mail erhalten habe.

Dadurch hat der Gast die schriftliche Bestätigung bzw. den Beweis, dass sein Aufenthalt in der Ferienwohnung Valencia legal ist.

 

 

Die App: "Check-in Scan" erleichtert die polizeiliche Anmeldung von Touristen bei der Guardia Civil
Die App: "Check-in Scan" erleichtert die polizeiliche Anmeldung von Touristen bei der Guardia Civil

 

Anfangs hatte ich Bedenken bezüglich des Datenschutzes, aber dann habe ich im Internet eine nützliche Information gefunden. Diese Screenshots, abgerufen am 10.06.2018 bei www.datenschutzkanzlei.de, beziehen sich allerdings auf Deutschland und nicht auf Spanien.

Ich möchte sie Ihnen dennoch nicht vorenthalten.

Hier in Spanien gelten natürlich die spanischen Gesetze..

 

Zum Vergrößern auf die Bilder klicken


 

Mallorca und die neue App, die nicht registrierte Ferienobjekte entdecken kann.

 Juli 2018

 

Verificador alquiler turístico Mallorca - Ferienvermietungscheck - Mallorca

 

Wer wissen möchte, ob ein Ferienobjekt auf der Lieblingsinsel der Deutschen, auf Mallorca, eine Registrierungsnummer hat, der kann sich mithilfe der App "Ferienvermietungscheck-Mallorca" informieren. Legal oder illegal?

 

Steuer-Spar-Modelle sind sehr beliebt. Aber außer Mallorca und Barcelona kümmert sich in Spanien bisher eher niemand um solche Angelegenheiten. Das sind meine ganz persönlichen Erfahrungen. 

 

Es gibt viele Gesetze und Dekrete, die schnell verändert werden. Für den Bürger, falls er nicht zufällig Rechtsanwalt ist, ist es sehr schwer, solche Angelegenheiten überblicken zu können.

 

 

Zum Vergrößern auf ein Bild klicken.

 

 

Die App gibt es in Català, Español, English, Deutsch

Mann kann ein Feriendomizil auf unterschiedliche Arten suchen:

  • Registrierungsnummer
  • Name des Objekts
  • Adresse
  • Standort (Landkarte)

Wahrscheinlich wird es nur noch eine Frage der Zeit sein, bevor andere Regionen ebenfalls eine solche App haben werden.

 

Legal oder nicht? Eine neue App checkt Markt der Ferienwohnungen auf Mallorca. Weiterlesen ...

 


 

 

Die Stadt Barcelona stellt eine Webseite zur Verfügung, auf der der Mieter kontrollieren kann, ob sein Feriendomizil legal oder illegal ist.

 

Die Webseite können Sie HIER anschauen.

 

Auf dieser Webseite kann man auch Ferienunterkünfte melden von denen man glaubt, dass sie illegal sind.

 

 

Land Valencia

 

Im Land Valencia, in der Comunitat Valenciana, mit den Provinzen Alicante, Valencia und Castellon kümmert man sich weniger um die  illegale Ferienvermietung.

Im ganzen Land Valencia - mit seinen drei Provinzen - gibt es insgesamt 12 Inspektoren, vier für jede Provinz (Stand August 2018).

 

Wenn Sie glauben, dass (im Land Valencia) ein Ferienobjekt illegal sei, können Sie sich an diese Stelle wenden:

 

Departemento de Reclamaciones de la Servicio territorial

de Turismo de la Generalitat Valenciana

Plaza Alfonso el Magnánimo, 15 - 2a, 

46003 Valencia

 

Das ist die Beschwerdeabteilung des regionalen Fremdenverkehrsamtes der Generalitat Valencia.

 

 

 

 


Dieser Artikel wurde im Juni 2018 von Ihrer Gastgeberin, Birgitta, geschrieben.

Birgitta, Gastgeberin der Ferienwohnung Valencia
Birgitta, Gastgeberin der Ferienwohnung Valencia

September 2018

Das habe ich im Internet gefunden:


BSZ® Bund für soziales und ziviles Rechtsbewußtsein e.V. , 22. September 2018

 

"Die Idee einen Marktplatz für die Buchung und Vermietung von privaten Unterkünften, ähnlich einem Hotel Reservierungssystem anzubieten, kommt aus den Vereinigten Staaten. Der entsprechende Community-Marktplatz Airbnb ist eine Wohnungsplattform auf der sowohl gewerbliche als auch private Vermieter ihre Wohnung oder ihr Haus wie ein Hotelzimmer zur Vermietung anbieten. 

Der Gedanke des Sharings, egal ob Auto oder Wohnung, ist weltweit verbreitet. 

Aber mit einem Dankeschön unter Gleichgesinnten ist es hier nicht mehr getan. Wenn Nacht für Nacht in Deutschland ungefähr 6000 Betten gebucht und belegt werden, fließt natürlich auch viel Geld. Es ist ein lohnendes Geschäft. 

Die Europazentrale von Airbnb befindet sich in Irland. Auch wenn Wohnungsinhaber nur ein Zimmer ab und zu vermietet haben, ohne die Einnahmen zu versteuern, sollten sie nicht glauben, dass sie mit ihren Einnahmen ungeschoren davonkommen. Die Steuererklärungen, welche bei einer Entdeckung bzw. einer Selbstanzeige abzugeben sind, betreffen in der Regel die vergangenen zehn Jahre. Wie in Erfahrung gebracht wurde, hat anscheinend das Bundeszentralamt für Steuern eine Gruppenanfrage an Irland gerichtet und die Herausgabe der Daten der auf der Airbnb Plattform bezüglich aller registrierten und aktiven Vermieter verlangt. Die irische Finanzbehörde ist gemäß § 5 Abs. 1 Satz 1 des Gesetzes über die Durchführung der gegenseitigen Amtshilfe in Steuersachen zwischen den Mitgliedstaaten der Europäischen Union -EUAHiG- gehalten, die erbetenen Informationen unverzüglich, spätestens jedoch sechs Monate nach Erhalt des Auskunftsersuchens, zu erteilen. Es ist also mit der Übermittlung der angefragten Daten wohl gegen Ende des Jahres zu rechnen und es stellt sich die Frage, ob im Moment noch eine sogenannte strafbefreiende Selbstanzeige nach § 371 AO möglich ist. 

Im Fokus der Behörden stehen alle Sharing-Plattformen, gerade auch im Hinblick auf Urlaubsländer wie Spanien oder Italien. 

Die Vermieter von „Luftmatratze und Frühstück“ (= Airbnb) gehen ein hohes Risiko ein, wenn sie ihre Mieteinnahmen vor dem Finanzamt geheim halten. Für alle diejenigen Vermieter von Wohnungen, welche ihre Einkünfte erklärt haben, besteht kein Anlass zur Sorge; für diejenigen allerdings, welche die Bagatellgrenze der Einkommensteuerrichtlinie überschritten haben, ist es höchste Zeit ist zu prüfen, ob nicht die Einkünfte noch jetzt schnell nacherklärt werden. Um gleich einem Missverständnis vorzubeugen, dies gilt auch für eventuelle weitere Vermietungen von Wohnungen, welche man im Ausland besitzt (siehe z.B. in Spanien, Italien, etc.).

In diesem Zusammenhang müssen alle anfallenden Steuern erklärt werden, dies bedeutet einmal die Umsatzsteuer, da es sich um kurzfristige Vermietungen handelt und diese steuerpflichtig sind. Zu prüfen wird sein, ob nicht ggf. die Kleinunternehmerregelung helfen kann. Anfallen können weiter Gewerbesteuer und selbstverständlich die Einkommensteuer. Was die Gewerbesteuer angeht, kann es besonders für diejenigen Vermieter auf der Plattform kritisch werden, wenn diese als sog. „Superhost“ gelistet sind oder sie „hohe Bewertungszahlen“ aufweisen, denn dies kann auf eine starke gewerbliche Betätigung hindeuten. Was auch gerne übersehen wird, ist die Tatsache, dass bei einer beträchtlichen Anzahl deutscher Städte lokale Steuern (Beherbergungssteuer, Tourismustaxe etc. anfallen können) und sofern diese Vorschriften auf die Abgabenordnung verweisen gilt auch § 371 AO, sodass eine Nichtmeldung dieser Steuer oder Abgabe für die Wirksamkeit der Selbstanzeige negative Auswirkungen haben kann.

  1. Ein Problem wird sicherlich die Frage der Rechtzeitigkeit der Selbstanzeige sein werden. 
  2. Es geht immer um die Frage der Tatentdeckung, wobei natürlich die Registrierung auf dem Airbnb-Portal noch nichts darüber aussagt, wie die erzielten Einkünfte steuerlich behandelt wurden. Es ist auch davon auszugehen, dass die Finanzämter schon aus Wirtschaftlichkeitsgründen, und um den Arbeitsaufwand gering zu halten, eine sogenannte „Goldene-Brücke“ anbieten, in dem Betroffenen mehr oder weniger deutlich darauf hingewiesen werden, eine strafbefreiende Selbstanzeige abgeben zu können. Verlassen sollte man sich nicht darauf an und eine Pflicht dazu gibt es nicht, so dass umgehendes Handeln das Gebot der Stunde ist.

In jedem Fall sollte qualifizierter Rat eingeholt werden, denn es ist sicher davon auszugehen, dass sobald die irische Regierung die Auskunft erteilt hat, die Problematik der Wirksamkeit einer selbstbefreienden Strafanzeige immer kritischer zu sehen ist und dann nicht nur eine Rückzahlung der Steuern nebst Verzinsung zu erfolgen hat, sondern eben auch strafrechtliche Konsequenzen zu gegenwärtigen sind. 

Spätestens mit Auswertung der Daten und Übersendung derselben an die jeweiligen Finanzämter dürfte es mehr als kritisch werden und es ist in jedem Fall höchste Eile geboten."

Quelle: www.rechtsanwalt-widmaier.de 

 

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